Das Filmfestival „überall dabei“ der Aktion Mensch zeigt von September 2012 bis Mai 2013 in 40 deutschen Städten Filme, die Inklusion zum Thema machen, also das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Ziel des Festivals ist, den Diskurs über eine lebenswerte, gerechte und menschenwürdige Gesellschaft zu fördern. Einer der sechs Festivalfilme, „Deaf Jam“, feiert seine Deutschlandpremiere bereits am 17. Mai 2012 um 18:30 Uhr im Rahmen des Kirchentages in Mannheim. Der amerikanische Dokumentarfilm handelt von zwei Frauen aus unterschiedlichen Kulturen, die ein einzigartiges Duo bilden: Eine hörende Palästinenserin und eine gehörlose Israelin. In ihren gemeinsamen Slam-Performances verbinden sie gerappte Lautsprache mit Gebärdensprache. Auf einprägsame Art zeigt der Film, wie Kommunikation über sprachliche und politische Grenzen hinweg möglich wird.
BAG:WfbM: Werkstätten für behinderte Menschen bieten Langzeitarbeitslosen Chancen
Für den harten Kern der Langzeitarbeitslosen – 400.000, so die aktuellen Zahlen – braucht es neue Unterstützungsansätze. Das Know-how und die Infrastruktur von Werkstätten für behinderte Menschen könnten genutzt werden, so der Vorstandsvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) Günter Mosen.
BDH Bundesverband Rehabilitation rückt Autismus in den Fokus
Es gibt nur wenige Krankheitsbilder, die das soziale Umfeld Betroffener so stark beanspruchen wie die Wahrnehmungsstörung, die in ihrer leichten Form als „Asperger-Syndrom“ oder allgemein unter dem Begriff „Autismus“ bekannt ist. Der Tag des Autismus am 02. April 2012 rückte die Krankheit wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Hüppe: “Welttag Down-Syndrom am 21. März – Menschen mit Down-Syndrom gehören überall dazu!”
Der Welttag Down-Syndrom am 21. März soll die Situation von Menschen mit Down-Syndrom in die Öffentlichkeit rücken. „Menschen mit Down-Syndrom müssen in allen Lebensbereichen mitten in der Gesellschaft teilhaben können, ob in Kindertagesstätten, Schulen, der beruflichen Bildung, Arbeit, beim Wohnen oder in der Freizeit. Dies ist allerdings derzeit noch eher die Ausnahme als die Regel“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. Es gelte, weiter daran zu arbeiten, bestehende Strukturen aufzubrechen und inklusive Wege zu eröffnen. „Hier sind alle gefordert, Einrichtungs- und Kostenträger, Erziehungs- und Lehrpersonal, Schulleitungen und -träger, Unternehmen und Arbeitnehmervertreter, Kirchen sowie Verantwortliche in Bund, Ländern und Kommunen“, betont Hubert Hüppe.
Caritas: “Bluttest selektiert und instrumentalisiert Menschen”
Ab dem Frühjahr 2012 können schwangere Frauen per Bluttest untersuchen lassen, ob ihr Kind mit Down-Syndrom zur Welt kommt. Die Caritas Rottenburg-Stuttgart sieht in dem Test die große Gefahr, dass Babys mit der entsprechenden genetischen Ausstattung früh „aussortiert“ werden. „Hier werden Urteile darüber gefällt, welches Leben von ungeborenen, aber lebensfähigen Menschen lebenswert oder nicht lebenswert ist“, erklärt Caritas-Direktor Prälat Wolfgang Tripp zumWelt-Down-Syndrom-Tag . „Hier werden Menschen selektiert und instrumentalisiert.“ Der katholische Wohlfahrtsverband ruft die Forschung dazu auf, Betroffenen dabei zu helfen, mit dem Syndrom besser und selbständiger zu leben.
Naturparke wollen mehr Angebote für Menschen mit Behinderungen entwickeln
Anlässlich der ITB unterzeichnen Lebenshilfe, weitere Behindertenverbände und der Verband Deutscher Naturparke Vereinbarung über Barrierefreiheit
Berlin. Vom Altmühltal über das Steinhuder Meer bis zum Zittauer Gebirge reicht die Liste der insgesamt mehr als 100 Naturparke in Deutschland. Doch für Menschen mit Behinderungen ist es oft schwierig, sich in diesen Landschafts- und Naturschutzgebieten zurechtzufinden und sich dort gut zu erholen. Sie wünschen sich mehr Orientierung; gut sichtbare Wegweiser, die nicht zu weit auseinanderstehen, Piktogramme und Erklärungen über Pflanzen und Tiere mit gut erkennbaren Abbildungen und in einfacher Sprache.
Leistungskatalog der Bayerischen WfbM geht online
Die etwa 118 anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Bayern und ihre Zweigstellen bieten als leistungsstarke Partner eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Produkte und spezialisierter Dienstleistungen. Zu ihren Kunden gehören neben Firmenkunden auch Auftraggeber aus der öffentlichen Verwaltung, insbesondere die Staatsministerien. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen und die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Irmgard Badura wollen die Auftragsvergabe an Werkstätten erleichtern und unterstützen. Entscheidendes Hilfsmittel dazu: ein neuer Online-Leistungskatalog. Staatssekretär Markus Sackmann erteilte auf der Werkstättenmesse 2012 das „GO“ für das umfangreiche Leistungsverzeichnis unter www.wfbm-bayern.de/leistungskatalog, in dem weit über 1.000 Einträge erfasst sind.
DRK: Menschen mit Behinderung müssen gleiche Rechte wie alle anderen haben
Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt das Engagement der Bundeskanzlerin für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. „Wir erkennen die Initiativen an, die die Bundespolitik auf den Weg gebracht haben, sehen aber noch großen Handlungsbedarf“, so DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
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Institut: “Wie kann man die Teilhabe- und Eingliederungsleistung einer Werkstatt für behinderte Menschen beurteilen?”
Dieser Problemstellung hat sich ein im Januar 2012 erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt gewidmet. Darin wurden Instrumente und Vorgehensweisen entwickelt, um Aussagen über die Leistungsfähigkeit der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in Bezug auf die berufliche Teilhabe und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen zu treffen. Die Ergebnisse dieses gemeinsamen Projektes von WfbM sowie Trägern der Sozialhilfe unter Leitung des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA) werden nun der Öffentlichkeit zur Nutzung vorgestellt.
Gesundheitsminister Bahr nimmt Dokumentation zur Gesundheit für behinderte Menschen entgegen – Treffen mit Inklusionsbeirat
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat in dieser Woche persönlich die Dokumentation der Tagungsreihe „Teilhabe braucht Gesundheit!“ des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, entgegengenommen.